Hallo ihr Lieben,

diese Idee hatte ich für ein Geburtstagskind. Man kennt das ja und hat es sicher schon mal gesehen. Ich habe diese Packung im Angebot bei Aldi gefunden. Ja, ganz ohne Cashback, schließlich hatte ich die Kreditkarte noch nicht. Das Ganze hat mich 5 oder 6,99€ gekostet, ich habe es schon vergessen. Auf jeden Fall wollte ich direkt zur Geburt was schenken, wenn die Babies aber dann so frisch und noch so zart sind, traut man sich gar nicht diese süßen Füßchen und Händchen mit so einer Masse in Berührung zu bringen, geschweige denn da rein zu drücken, um einen Abdruck zu bekommen!

Also habe ich gewartet, bis der Wonneproppen etwas älter war. Die Kinderaugen waren trotzdem noch erstaunt aufgerissen. Ich glaube ich hatte, trotz Anleitung, zu wenig Wasser, so war die Masse relativ hart. Hab dann auch gut zugesprochen und gesagt, das wird eine wunderbare Erinnerung für dich, und gleich ist es vorbei. Und das war es dann zum Glück auch.

Hier noch ein Bild mit meinem Handwerkzeug:

20180321_103814[1]

das Blattgold wird angelegt, mit einer sogenannten Anlegemilch fest geklebt. Anschußpinsel und anschießen war nichts für mich. Darum seht ihr hier die normalen Pinsel und links im Bild das quadratische Blattgold mit dem Maß 8 x 8 cm. Auf dem Papier nennt es sich dann Transfergold. Darum kann ich es mit einer Schere in kleinere Stücke schneiden, um möglichst wenig davon zu vergeuden. Es ist halt keine Acrylfarbe. Das Blattgold hat 24 Karat und ist somit als rein bestimmt.

20180327_173012

Alles an Karat darunter sind Legierungen mit anderen goldfarbenen Metallen, bis hin zum Schlagmetall, was dann gar keinen Goldanteil mehr enthält. Man sieht und spürt es sofort. Die Blätter sind zwar größer, aber es ist einfach nur goldfarben. Daher wohl auch der Spruch: es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Man kann die Hände und Füße der Kinder ja auch als Skulpturen gießen auch im DIY. Vorausgesetzt man möchte die ganze Form und nicht nur einen Abdruck. Unser Auge spielt uns aber manchmal einen Streich oder es ist das Licht. Sieht es hier doch je nach Reflexion auch aus wie eine Skulptur, als würde er aus dem Gips rauskommen. Schaut euch dazu das Titelbild nochmal an und ihr wisst was ich meine.

Die Freude war auf jeden Fall groß, denn es hat den Geburtstagstisch auf eine ganz besondere Art und Weise erleuchtet.

Bei meinen Werken aus Blattgold habe ich schon festgestellt, dass sie am besten an einem Ort mit ganz viel Tageslicht angebracht werden. Durch das wandern der Sonne erscheint ein Gemälde buchstäblich jede Sekunde in einem anderen Licht. Ich habe es getestet, mindestens einen halben Tag lang saß ich vor meiner Installation „Wandspiel“. Es wird einfach nicht langweilig. Gut, es ist 2 x 2 Meter, da reflektiert natürlich so einiges und man hat viel zu kucken. Genauso bringen sie aber auch Licht in dunkle Ecken, und man bekommt das Gefühl, da ist ein zusätzliches Fenster, wo immer die Sonne scheint

Und in diesem Sinne wünsche ich euch eine erleuchtete Zeit und eine goldene Zukunft.

Herzlichst eure,

Anemone