Hallo ihr Lieben,

seit ich die Bücher über das Leben von Hildegard von Bingen und die dazu erschienenen Kochbücher studiere, bin ich eine Dinkel Lise geworden. Irgendwie habe ich mich gegen den aufkommenden Dinkeltrend gewehrt, weil ich das immer mit Vollkorn in Verbindung gebracht habe. Außerdem hatte ich meine Haferflocken für’s Müsli und relativ wenig Brot gegessen.

Wie kommt es also? Da ich mich nun schon seit vielen Jahren mit Nährstoffen und Nährwerten beschäftige, darf ich den Dinkel auf gar keinen Fall auslassen. Er ist das menschenfreundlichste Nahrungsmittel. In ihm sind Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und andere Vitalstoffe, nämlich Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette, auf ideale Weise vereinigt. Durch seine hohe Wasserlöslichkeit werden die vitalen Nährstoffe des Dinkels wie flüssige Nahrung aufgenommen und dem gesamten Organismus zur Verfügung gestellt. Auch ohne belastende Verdauungstätigkeit ist er in hohem Maß bioverfügbar. Dadurch werden alle Körperzellen ideal ernährt und gestärkt. Die Gefäße werden erweitert und er bewirkt ein gute Verdauung. Im Gegensatz zum Weizen behält der Dinkel seine Vitalstoffe und seinen Nährwert auch als Weißmehl oder auch Feinmehl genannt. Und darum bin ich zur Dinkel Lise geworden!

Studien mit Dinkelkost an über 10 000 Teilnehmern haben ergeben, dass Dinkel mit keinem beziehungsweise ganz geringem Weizenanteil keine Allergien auslöst. (Die kleinste Ausnahme bestätigt die Regel) Ganz im Gegenteil: der reine Dinkel, so heißt es in der Ernährungslehre nach Dr. Hertzka „Dinkel Grundlage einer gesunden Ernährung„, ist das erfolgreichste Heilmittel bei Lebensmittelallergien und allergischen Erkrankungen. Dokumentiert wurde das im Hildegard-Zentrum Allensbach am Bodensee.

Es gibt mittlerweile so viele Ernährungslehren. Ich favorisiere, nach allem was ich ausprobiert habe, die der Hildegard von Bingen und die des Ayurveda. Nach intensiver Auseinandersetzung mit den beiden Ernährungslehren, bin ich sowohl bei der einen als auch bei der anderen auf Bestätigung in meinem intuitiven Essverhalten gestoßen. Will sagen, da gab es meinem Konstitutionstyp entsprechende Hinweise, die ich sowieso schon immer eingehalten habe. Hildegard von Bingen sagt zum Beispiel, man solle Lauch meiden, kein Problem für mich, den hatte ich sowieso immer nur widerwillig oder eben gar nicht auf meiner Speisekarte. Wenn das Ayurveda aber sagt, was besonders gut für mich ist, sind das die Gemüsesorten, die ich sowieso schon immer am liebsten gegessen habe.

Das wichtigste für den intuitiven Esser ist vor allem, die vielfältigen Geschmäcker zu kennen, um sich je nach Bedarf auch das Richtige aussuchen zu können. So ist es eben mal ein Curry, in die Suppe kommen keine Weizennudeln mehr sondern eher Dinkel Grießnockerln, und da das Sandgebäck mit Dinkel Feinmehl gebacken wird, schmeckt es genauso süß und gut. Mit dem Unterschied, dass der Körper mehr Nährstoffe bekommt, als er durch die Verdauung verbraucht.

In diesem Sinne, bleibt gedinkelt.

Herzlichst eure,

Anemone

 

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