Hallo ihr Lieben,

heute stelle ich euch eine selbst gemachte Suppenwürze, beziehungsweise Gemüsebouillon vor. Bio, wenn ihr wollt, nicht nur vegetarisch, sondern auch vegan. Das Rezept habe ich aus dem wunderbaren Buch „Hildegard, Die gute Küche“ von Yvette E. Salomon. Dieses Kochbuch ist ein echter Schatz, für alle die sich und andere gerne kulinarisch verwöhnen. Nicht nur das Kapitel „Auf Vorrat herstellen“.

Wenn die Zubereitung doch etwas Zeitaufwändig ist, überwiegen die Vorteile. Man kauft sich das Gemüse selber, bio oder nicht. Man weiß genau was drin ist und was nicht. Es ist ohne Palmöl und ohne Hefe. Man kann den Geschmack variieren. Kennt ihr das? Hundert Marken ausprobiert, und doch nicht das dabei was ihr gerne wollt? Oder noch schlimmer, endlich was Gutes gefunden und plötzlich wird der Geschmack verändert oder das Produkt gar nicht mehr hergestellt! Alles kein Problem mit diesem Rezept.

Das Grundrezept findet ihr im Kochbuch. Im Titelbild seht ihr, was ich verarbeitet habe. 1 Fenchel, 1/2 Sellerie, 3 mittlere Karotten, 3 Zwiebeln und Salz. Das Gemüse putzen und waschen, grob reiben, mit 2 Esslöffel Salz vermengen und gleichmäßig auf einem Backblech verteilen. Den Backofen auf 75°C Umluft vorheizen, und das Blech auf die mittlere Schiene schieben. Damit die Feuchtigkeit abziehen kann, muss die Tür einen Spalt offen stehen. Dazu dient ein Kochlöffel.

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Es dauert 8 Stunden, bis das Gemüse getrocknet ist. Dann lässt es sich leicht zerbröseln, von Hand oder mit dem Mörser, und in ein Glas abfüllen. Die Suppenwürze von Hildegard von Bingen ist nahezu unbegrenzt haltbar. Pro Liter Wasser benötigt ihr dann ca. 1/2-1 Esslöffel Gemüsebouillon, je nach Geschmack. Ein Backblech ergibt etwa 10 Esslöffel, also 10 Liter Suppe.

Da ich von Hand reibe, bleiben Gemüsereste, die ich direkt zur Tagessuppe verarbeite.
Klar als einfache Brühe oder mit Dinkelbutter als gebundene Suppe.

Das tolle daran ist, ihr könnt mit dem Geschmack spielen. Im Bild seht ihr, mein erstes Blech ist sehr orange, weil ich viele Karotten genommen habe. Mein zweites Blech war viel heller, weil ich mehr Sellerie benutzt habe. Selbstverständlich kann man auch Kräuter wie Schnittlauch oder Liebstöckl/Maggiekraut hinzufügen, oder mehr Fenchel nehmen, was immer das Herz begehrt.

In diesem Sinne, genießt das selber machen.

Herzlichst eure,

Anemone