Hallo ihr Lieben,

im Allgemeinen spricht man nicht über Ausscheidungen, sofern es sich dabei nicht um Tränen oder Schweiß handelt. Auch ich empfinde das als eine sehr private Angelegenheit. Trotzdem ist es gut zu wissen, wie sowohl die flüssigen als auch die festen Ausscheidungen funktionieren. Heute also der Urinaltrakt.

Urin wird in den Nieren gebildet und dient der Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushalts. Verschiedene Stoffwechselprodukte werden ausgeschieden. Die Produktion des Urins wird von verschiedenen Hormonen gesteuert. Beeinflusst wird dies durch verschiedene Faktoren, die da wären: Blutmenge, Blutdruck, Flüssigkeitshaushalt und Nährstoffaufnahme. Auch äußere Umstände spielen eine Rolle, wie zum Beispiel: Schwitzen beim Sport, hohe Temperaturen oder Blutverlust bei Verletzungen. Und natürlich unser wach/schlaf Biorhythmus.

Die Komponenten des Urinaltrakts sind ein Paar Nieren, ein Paar Harnleiter, die Blase und die Harnröhre. Das ist bei Frau und Mann gleich. Ein Unterschied besteht in den Genitalien.

Die beiden Nieren sind rötliche, bohnenförmige Organe, im englischen heißen sie entsprechend Kidneys. Sie sitzen zu beiden Seiten der Wirbelsäule über der Taille. Sie filtern mit mikroskopisch kleinen Filtern die unerwünschten Stoffwechselprodukte, Mineralstoffe, so wie überschüssiges Wasser aus dem Blut und scheiden diese als Urin aus. Von der Niere fließt der Urin über die Harnleiter in die Blase. Die Blase sitzt in der Mitte des Beckens und wird als muskulöses Hohlorgan bezeichnet. Sie speichert den Urin bis zur Ausscheidung. Man kann sich die Blase wie einen Luftballon vorstellen, je nach Füllmenge wird sie zuerst rund und dann birnenförmig. Dehnungsrezeptoren übermitteln per Nervenimpulse den Harndrang. In entsprechender Position und Entspannung leitet die Harnröhre den Urin nach draußen.

Um eine regelmäßige Ausscheidung zu gewährleisten ist es ratsam bis zu 10 Gläser Wasser am Tag zu trinken. Schließlich bestehen wir aus 70 – 80% Wasser. Andere Getränke enthalten meist zu viele Nähr- und Produktstoffe, die diesem Körperprozess nicht unbedingt zuträglich sind. Sichere Zeichen sind Farbe und Geruch. Sieht der Urin dunkelorange aus riecht er sehr intensiv und das bedeutet da ist ein Bedarf an Wasser. Wurde genug getrunken wird der Urin nahezu farb- und geruchslos.

Inkontinenz beruht oft auf zu schwachen Beckenbodenmuskeln. Sie betrifft daher meist Frauen und ältere Menschen. Dem kann man präventiv entgegenwirken, in dem diese Muskulatur mehrmals anspannt wird. Im Tao Yoga und dem kleinen Energiekreislauf sind es pro Tag 36 x. Die Muskelstränge der Vagina/Penis und des Afters anspannen und loslassen. Beim Einatmen anspannen und beim Ausatmen entspannen. Diese kleine Übung kann schon einiges bewirken.

In diesem Sinne, bleibt gesund.

Herzlichst eure,

Anemone