Hallo ihr Lieben,

Vegetarismus bezeichnet eine Ernährungs- und Lebensweise, welche Nahrungsmittel meidet, die von getöteten Tieren stammen. Dies sind Fleisch, Fisch, einschließlich anderer aquatischer Tiere, sowie daraus hergestellte Produkte. Vegetarier verzehren aber Lebensmittel, die von lebenden Tieren stammen, wie Eier, Milch, Milchprodukte und Honig. Die Beweggründe für eine vegetarische Lebensweise reichen von ethisch-moralischen, religiös-spirituellen über gesundheitliche bis hin zu ökologischen und sozialen Motiven.

Vegetarische Ernährungsweise gibt es schon in der griechischen Mythologie. Prometheus, der den Menschen das Feuer brachte, und Zeus brachten den Menschen Hunger und Tod durch den Verzehr von Fleisch. Orpheus ging nach Ägypten und lernte von den dortigen Priestern. So empfahl er seinen Anhängern eine fleischlose Ernährungsweise.

Für meine lokalen Leser: in Schopfheim gab es schon in den 1930er Jahren ein vegetarisches Speisehaus, das auch auf den Ausschank von Alkohol verzichtete. Im alemannischen bekannt als: D’Graskuchi vo Schopfe.

So ist also auch die Vegetarische fleischlose Ernährung keine Erfindung unserer Zeit. Trotzdem findet diese Art der Ernährung immer mehr Anhänger. Die heutigen Umweltfaktoren und die ethisch- moralische Erkenntnis bezüglich des Tierwohls führen dazu. Nun muss man meines Erachtens nicht zwingend auf Fleisch verzichten. Es gibt Körper und Lebenssituationen, wo Fleisch gut tut. Würde man sich intuitiv nach diesen Situationen richten, wären Massentierhaltung und entsprechende Umweltfaktoren gleichermaßen Geschichte. Darum bin ich für intuitives Essen.

Der Unterschied und Vorteil im Vergleich zum Veganismus sehe ich als Ernährungsberater in den verfügbaren Nährstoffen. Zum Beispiel das lebensnotwendige Vitamin B 12 steht zur Verfügung. So muss der Vegetarier in unseren Breiten seine Aufmerksamkeit aufs Vitamin D legen, vor allem in der kalten, dunklen Jahreszeit.

Vitamin D: Vitamin D ist wichtig, um Kalzium aus der Nahrung aufzunehmen und es in Knochen und Zähne einzubauen. Zudem ist es von besonderer Bedeutung für die Muskeln und das Immunsystem. Der Vitamin-D-Mangel ist allerdings ein Gesellschaftsproblem. Rund die Hälfte der Deutschen ist von Vitamin-D-Mangel betroffen. Der Grund: zu wenig natürliches Sonnenlicht sowie die natürliche Verminderung der Eigenproduktion im Alter. Deshalb bleibt insbesondere in den sonnenarmen Monaten zwischen Mitte Oktober und Mitte März als Ausgleich nur der Griff zu Nahrungsergänzungsmitteln.

Auch hier gilt: nur weil ich auf totes Tier verzichte, heißt das noch lange nicht, dass ich mich gesund ernähre. Eine ausgewogene Ernährung ist auch hier das A und O.

In diesem Sinne, achtet auf euch.

Herzlichst eure,

Anemone